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Virtualisierung: Xen auf einem Server von IPX-Server installieren?

Alles beginnt damit, dass ich einen neuen Server brauche. Der alte Server rennt zwar noch aber er ist doch langsam in die Jahre gekommen. Immerhin läuft er schon seit 2004 und hat auch entsprechend alte Hardware unterm Gehäuse. Und so trägt es sich in Spitzenzeiten und bei steigenden Besuchern auf verschiedenen Projekten doch zu, dass der MySQL-Server einfach mal sagt Too many Connections. Und dann wird alles langsam. Und nicht immer fängt sich der Server ohne Neustart des Webservers oder des Datenbankservers wieder. Das liegt natürlich an verschiedenen Einflüssen. Der Spamfilter bekommt immer mehr zu tun, Anwendungen werden immer umfangreicher und zu dem erhöhten Besucheransturm gesellt sich auch noch ein erhöhter Ansturm an den sogenannten Suchmaschinen Bots, den Spidern. Man fragt sich zwar, wofür man Spider, mit Ausnahme des Google Bots, überhaupt braucht, aber man kann ja nie wissen, ob Google nicht doch einmal ausdient und man dann genau den falschen Bot ausgesperrt hat.

Aber das wird hier jetzt nicht das Thema sein. Über Spider, Suchmaschinenbots und die Reaktionen auf das erhöhte Aufkommen kann man im SEO-Programmierungs-Blog mehr lesen.

Ich möchte also einen neuen Server. Soviel ist sicher. Und ich möchte den Server auch bei IPX-Server haben. Denn ich bin seit vielen Jahren mit verschiedenen Servern dort und seitdem mehr als zufrieden. Für ein anderes Projekt, das einen doch recht hoch verfügbaren Server bekommen sollte, hatte ich einen Server bei einam anderen Anbieter geordert. Der war weitaus teurer als ein vergleichbarer von IPX-Server. Allerdings traf von den Versprechen auf deren Homepage nicht allzu viel zu. Es wurde also viel Geld für wenig Support und wenig Leistung gezahlt. Dafür viele Pannen, lange Reaktionszeiten und einfach schlechter Service. Viele Downtimes (Ja, 99,9% Verfügbarkeit im Jahresmittel hören sich toll an, aber rechnet mal nach!) Und es hat in einem Fall an die 6 Monate!!! gedauert, bis eine IP einen Reverse-DNS-Eintrag bekommen konnte. Vielleicht ein Einzelfall. Aber es gab viele Einzelfälle. Wäre noch das Beispiel, dass es Rabatt für den Server gab – 10% – wenige Wochen nach Bestellung wurden dann aber die Preise erhöht, wegen der gestiegenen Energiekosten. Da war der Rabatt also auch wieder dahin. Doppelte Abrechnungen, versehentliche Bereitstellung eines zusätzlichen Servers, der nie bestellt wurde etc. etc.

Ich nenne den Anbieter an dieser Stelle nicht. Ich kann eben nur sagen, dass ich mit IPX-Server derartige Probleme nicht hatte. Der Support ist Spitze, die Reaktionszeiten auch. Und wenn mal Hardware defekt ist, wird auch diese umgehend ausgetauscht. Klar, der beste Support ist der, den man nicht benötigt, aber wenn man ihn doch einmal benötigt, dann ist man froh wenn er schnell und richtig reagiert.

Soweit sogut. Es soll also ein Server mit gehobenen Ansprüchen werden. Unter anderem Intel Processoren Core2Quad. Also 4 Prozessoren :-)

Nun habe ich mir Gedanken um virtuelle Server gemacht. Was benutzt man denn nun, um sogenannte vServer selber auf einem Root-Server zu erstellen? Es gibt verschiedene Ansätze. Zum Beispiel Qemu, was aber wohl nicht die Performance-stärkste Lösung ist. Dann gibt es noch ein Linux-VServer Projekt. Doch auch hier benötigt man einen neuen Kernel. Die beste Lösung scheint auf Linux-Basis wohl momentan XEN zu sein. XEN schiebt eine Ebene zwischen die Hardware und das Betriebssystem ein und stellt den virtuellen Server die Hardware wohl direkt zur verfügung. So habe ich es zumindest verstanden. Wie auch immer, auf jeden Fall ist die Performance wohl die beste. Problem hier ist wie bei den Linux-VServern, dass ein anderer Kernel benötigt wird. Außerdem muss 1. der Prozeser und 2. das Bios diese Virtualisierung (Intel VT) unterstützen. Mehr dazu unter How to tell if your Processor supports VT.

Soweit sogut, also frage ich bei dem Support von IPX-Server an, ob dieses VT denn bei dem entsprechenden Server unterstützt wird. Hier ein weiteres Beispiel des IPX-Server Supports: Anfrage um 10:34 gestellt, und um 10:48 die Antwort erhalten, dass der Server VT unterstützt. Dazu könnte bei Bereitstellung des Servers sogar ein SuSE mit Aktiviertem XEN bereitgestellt werden. Allerdings wird für die Installation dann der übliche Stundensatz eines Technikers angerechnet. Klar, ein Techniker ist nicht billig, also sicherlich gerechtfertigt.

Aber den Techniker kann ich doch eigentlich immernoch hinzurufen, wenn ich es selber nicht hinbekomme. Dann kann ja immernoch neu installiert werden. Alles was ich dann draufgezahlt habe ist meine Arbeitszeit.

Und mir ist klar, dass die XEN-Installation eine heikle Sache ist. Entweder es geht auf Anhieb oder es geht nicht. Einfache Sache. Und wenn es nicht geht, kriege ich das System entweder selber wieder zum Laufen oder ich muss so oder so Neuinstallieren lassen. Also sichere ich mich ab und mache schonmal Trockenübungen mit der Virtualbox unter Windows. Installiere mir dort das älteste OpenSuSE, das ich bekommen kann und stöbere ein wenig. Die version ist OpenSuSE 10.2 und kann per Netzwerk installiert werden. XEN-Packete und Kernel sind in dieser Version enthalten (sollen sogar in version 10.1 schon enthalten sein, oder gar in SuSE 9,3 auch schon?).

Also OpenSuSE installiert, gestartet, eingerichtet – erstmal ganz ohne XEN. Danach über die Software-Aktualisierung die XEN-Packete sowie das YAST2-Virtualisierungsmodul installiert. Danach habe ich dummerweise die Bootloader-Config in Yast aufgerufen und kam nicht ganz klar und habe aus Versehen einen neuen Bootconfig-Vorschlag generieren lassen. Das war nicht gut, danach wollte nichts mehr booten, erst nach einiger Fummelei bootete das System wieder. So soll es also nicht laufen, denn bei dem Server im Rechenzentrum habe ich im Zweifel nur einen Versuch und der muss hinhauen. Für den Fall, dass der nicht hinhaut wäre ein Plan B aber auch nicht schlecht.

Also OpenSuSE 10.2 nochmal neu installiert. Wieder alles eingerichtet, neu gebootet und dann YaST wieder gestartet. Diesmal
installiere ich über die Software-Aktualisierung NUR das Yast-Virtualisierungs-Modul.

Yast beenden und Yast neu starten. Dann steht unter dem Menupunkt System Verwaltung von virtuellen Computer (Xen) bereit. Dort klicke ich drauf und bestätige dass entsprechendes System eingerichtet werden soll.

Dieser Punkt macht jetzt die verschiedenen Schritte für mich. Also entsprechende XEN-Packete herunterladen und/oder installieren. Darunter auch den SuSE-XEN-Kernel und die XEN-Ramdisk. Außerdem wird im Bootloader-Menu für Grub ein neuer Punkt für das Starten des XEN-Kernels hinzugefügt und standardmässig gestartet, wenn ich das System nun rebooten würde.

Aber halt! Wollten wir nicht noch einen Plan B? Ganz wichtig! Früher bei dem LILO-Bootloader gab es eine Option, die einen Kernel nur einmalig startete. Beim nächsten Reboot wurde dann wieder der “normale” Kernel gebootet. Falls mit dem neuen Kernel also etwas schief ging, bootete einfach der alte beim nächsten Systemstart wieder. Diese Option habe ich bei GRUB so nicht gefunden (oder nicht richtig gesucht?).

Dafür gibt es bei grub eine andere Option: fallback

fallback X sagt, dass der Eintrag mit der Nummer X gestartet werden soll, wenn der default Kernel nicht geladen werden konnte. Diese Einstellung kann man auch im Yast tätigen. Zu finden unter System -> Konfiguration des Bootloaders -> Bootloader-Installation -> Bootloader-Optionen. Allerdings ist hier scheinbar kein Name, sondern eben auch die ID einzutragen. Also hilft ein Blick in die Datei /boot/grub/menu.1st und hier zählt man dann, der wievielte Eintrag der auf jeden Fall laufende Eintrag ist. Wichtig ist, dass man bei 0 anfängt zu zählen! :)

In der Standard-Konfig, so wie ich es hier beschrieben habe, ist der auf jeden Fall laufende Kernel der Menupunkt 0 und der XEN-Kernel Numero 3. Also trägt man bei fallback 0 ein.

Nicht vergessen grub mit den neuen Optionen auch zu installieren. Über Yast passiert das automatisch, wenn man das Bootloader-Modul mit Beenden verlässt.

Jetzt haben wir Plan B eingerichtet.

In unserer Virtualbox entstehen uns keine Kosten und wir können jederzeit selber neu installieren, also wagen wir den Reboot. Der Bootloader versucht nun den XEN-Kernel zu starten. Es sieht soweit auch ganz gut aus, jedoch bricht der Bootvorgang nach einer Weile ab. Das wird aber daran liegen, dass die Virtualbox eben diese VT-Sache nicht emulieren kann. Wäre zwar schön zu sehen wie es dann weitergeht, aber so können wir Plan B direkt testen. Nun können wir 10 mal neustarten, es wird immer wieder der XEN-Kernel gestartet. Denn Grub weiß ja nicht, dass das Booten irgendwann anhält. Grub konnte den Kernel laden und damit sieht für Grub alles gut aus. Klar. Für unseren Plan B müssen wir eine rescue-Konsole starten. Die Möglichkeit bietet IPX-Server abr auch. Wir müssen nun in das verzeichnis /boot/ gehen. Dort befinden sich die Kernel (beginnend mit vmlinuz), den XEN-Kernel erkennt man also recht schnell. Wir brauchen aber nicht den symbolischen Link vmlinuz-xen sondern den wirklichen Kernel (ist die Datei mit der Versionsnummer und ist ein paar kB groß). Diese Datei wird nun umkopiert und dann gelöscht. Umbenennen (Verschieben) reicht nicht aus! Grub hat sich nicht den Dateinamen gemerkt sondern die Stelle auf der Festplatte an der der kernel sich befinden bzw. an der er beginnt. Also kopieren und löschen.

Nun starten wir neu. Grub versucht wieder den XEN-kernel zu laden, findet an der entsprechenden Stelle den Xen-Kernel aber nicht und lädt dann den fallback-Kernel, und der sollte ja funktionieren.

Soweit also die Vorbereitungen für eine Virtualisierung eines Server mit Hilfe des SuSE-Betriebssystems per Remote auf einem Server im Rechenzentrum, also unter erschwerten Bedingungen.

Nun wird es ernst und wir wenden das Gelernte aus der Trockenübung auf den Server an.

Als erstes schmeißen wir ein PING an – um zu sehen ob der Server darüber erreichbar ist und um später festzustellen ob er nach dem Reboot immernoch erreichbar ist.

Nun zum Server. Es ist ein OpenSuSE 10.3 installiert. Also eine Version weiter als die auf der ich meine Übungen gemacht habe. Was soll’s, sollte ja ähnlich sein.

YaST ist auf englisch, aber das ist auch ok.

Also in den Dialog Software installieren und dort wie gewohnt das YaST2-VM Modul installieren. Dann raus aus dem YaST um es direkt danach wieder zu starten. Dann erst einmal Verwunderung – wo ist der Menupunkt unterhalb von System? Ah, es ist kein Unterpunkt mehr sondern ein Hauptmenupunkt Virtualization und darin befindet sich dass der Punkt Install Hypervisor and Tools. Also draufklicken.

Ich werde gefragt ob ich die grafischen Tools auch installieren möchte, da ich momentan im Text-Modus unterwegs bin. Ich entscheide mich dagegen. Dann wird installiert. Als nächstes wird noch gesagt, dass die Firewall2 installiert werden müsse. Ok, machen wir. Danach kommt die Nachricht, dass alles fertig ist und ich mein System neu booten müsse und dort dann XEN auswählen sollte.

OK, erstmal kontrolliere ich über YaST die Firewall-Einstellungen. Nicht dass die jetzt aktiviert ist und mich nach dem Reboot nicht mehr rein lässt. Sie ist aber weiterhin deaktiviert.

Als nächstes schaue ich mir die /boot/grub/menu.1st im Editor an. Und das war auch ganz sinnvoll. Denn dort steht jetzt an erster Stelle (also ID 0) der Xen-Kernel. Und an zweiter Stelle (ID 1) steht diesmal der alte Default-Kernel. Also nochmal rein in das YaST und dort wie oben beschrieben in der Bootloader-Conf irgendwo ganz hinten den fallback auf 1 setzen.

Und nun…reboot und hoffen.

Und…nach nicht einmal einer Minute ist der Server wieder erreichbar. Mit gebootetem Xen-Kernel.

Das wichtigste ist geschafft. Schade, dass ich den Startbildschirm nicht sehen konnte, aber was soll’s.

Die /var/log/boot.msg sieht ok aus.

Jetzt starte ich wieder YaST, finde aber erstmal keine neuen Tools. Vielleicht gibt es die YaST2-Tools für die VM-Einrichtung wirklich nur im grafischen Modus. Also werde ich mich so herantasten und meine virtuellen Server (vServer) einrichten.

Wie es weiter geht, dann ggf. ein anderes mal :) Es sei aber schon einmal gesagt, dass es weiter geht!

Wie ist das eigentlich mit China und dem Internet?

Dieser Tage wird ja berichtet, dass China Teile des Internets gesperrt hat. Vor allem soll es um kritische Seiten gehen. Seit heute morgen soll die Sperre gelockert worden sein, sodass zum Beispiel die Website des BBC und und zu Wikipedia zugänglich sei. So berichtet es zumindest die ARD.

Aber wie ist das eigentlich in China. Ich war noch nie dort, ich kenne mich nicht aus. Ich kenne aber die üblichen Methoden, die eine Sperre eigentlich unmöglich machen. Wir hatten ja den Fall, dass Arcor den Zugang zu Youtube sperren musste. Soweit ich mitbekommen habe, wurde dies dann so gelöst, dass der DNS-Server von Arcor die Adressen nicht auflösen konnte. Abhilfe schaffte also wohl die einfache Umstellung auf einen anderen DNS-Server.

Aber auch wenn eine IP von einem Chinesischen Router geblockt wird, gibt es doch immernoch Möglichkeiten. So könnte man sich zum Beispiel über ein VPN (z.B. SSL-OpenVPN) über einen anderen Server verbinden. Wenn alle Ports ausser Port 80 gesperrt sind, kann man das VPN trotzdem über Port 80 realisieren. Möglich ist auch ein Tunnel über eine Telnet- oder SSH-Verbindung.

Weiß jemand, wie es in China ist? Sind grundsätzlich alle ausländischen Server gesperrt, sodass man nicht auf einen Server zugreifen kann, der als VPN-Server oder SSH_Tunnel-Endpunkt fungieren kann? Oder werden Verschlüsselungen auch geblockt? Sind ggf. auch erstmal alle Seiten gesperrt und nur jene, die explizit freigeschaltet werden, zugänglich?

Pagerank Update startet

Wie hier schon richtig geraten wurde, geht heute das Pagerank-Update von Google los.

Es scheint zwar keinem mehr wichtig zu sein, aber irgendwie warten doch alle drauf und sind gespannt, wie lang der PR-Balken nach dem Update sein wird.

Nunja, und ich wollte es auch einmal in meinem Leben gebloggt haben. Vielleicht gehe ich gleich auch noch einen Baum pflanzen, das haus baue ich dann morgen! :P

PS: Im Moment bekommen die meisten Seiten wohl erstmal einen 3er Balken. Aber kein grund zur Aufregung, alles wird gut und jeder bekommt den Balken, den er verdient hat :-)

Das neue Iphone ist da…

…und jetzt gibt es wohl lange und noch längere Gesichter. Denn der Preis von 199 bzw. 299 Dollar für die version mit mehr Speicherplatz war freilich nicht der Endverkaufpreis. Bei diesem Preis muss man auch in den USA noch einen Vertrag abschließen, der monatlich doch einiges an Kosten verursacht. In Deutschland ist es hochgerechnet auf ein Jahr keineswegs günstiger. Und wer in den USA eine Version ohne Vertrag haben möchte, der muss wohl nach wie vor um die 400 EUR zzgl. Zoll bezahlen.

Auch T-Mobile tauscht alte IPhones nicht so einfach und kostenlos gegen das neue IPhone 3G aus. Wer UMTS und GPRS will, der muss auch hier nochmal in die Tasche greifen.

Die Polen: Klauen uns die Arbeit, die Wohnung und wir sind der letzte Dreck.

Ist doch so, oder etwas nicht? Zumindest behauptet das eine 1-Euro-Jobberin aus Löcknitz, nicht weit entfernt von der Deutsch-Polnischen Grenze. In dem Beitrag aus Frontal 21 vom 24. Juni 2008 geht es um Polen, die nach Ostdeutschland kommen. Dort Investieren, Grundstücke und Länder kaufen, weil sie dort billiger sind als im benachbarten Osten. Sie schaffen Arbeitsplätze – nicht nur für Polen sondern auch für die Deutschen.

Nun gehe ich nicht davon aus, dass die Befragte ein repräsentatives Beispiel für das Denken der gesamten Bevölkerung dort ist, denn dann…ja dann ist alles doch viel schlimmer als wir alle erwartet hätten.

Wörtlich sagt diese Ein-Euro-Jobberin: Ich geh lieber für einen Euro arbeiten, als dass ich für einen Polen arbeiten gehe. Klauen uns die Arbeit, die Wohnung und wir sind der letzte Dreck. So ungefähr.

Aber meint sie es jetzt so, oder meint sie es ungefähr so? Hat sie nachgedacht, bevor sie gesprochen hat?

Für alle die, die das jetzt nicht glauben. Bitte Klick auf Frontab 21 und dort das Video ansehen. Ab Minute 4:35.

Viel Spaß

PS: Wann ist die TV Total Sommerpause vorüber?

Gefahren von anonymen E-Mail Adressen wie trash-mail.com

Mit so genannten Trash-Mail Accounts kann man sich “anonym” E-Mails zuschicken lassen. Man gibt auf einer Seite, die eine Anmeldung benötigt zum Beispiel irgendwas[AT]trash-mail.de als E-Mail Adresse an. Dann geht man auf die Seite www.trash-mail.com und loggt sich mit irgendwas ein. Ganz ohne Passwort. Man sieht direkt die Mails die für diesen Benutzernamen angekommen sind.

Eine anonyme Wegwerf-Adresse nennt sich das. Wenn man sie nicht mehr braucht, wirft man sie einfach weg und kümmert sich nicht mehr darum. Spam an diese Adresse kümmert einen nicht. Man muss die Adresse ja nicht mehr abrufen. Auf der Seite prangt der Slogan Wir sind die Guten.

Doch eine solche Adresse sollte auch mit Vorsicht genossen werden. Wer gut aufpasst, der kann eine solche Adresse gefahrlos benutzen. Aber wer passt schon immer 100%ig auf?

In Zeiten der Social Networks ist dies schon relativ schwierig. Stellen wir uns vor. Ich melde mich bei Facebook an, oder bei studivz – denn ich will ja nur einmal schauen was da so los ist. Als E-Mail Adresse gebe ich meinen Namen @ trash-mail.de an. RUfe die Bestätigungsmail ab, aktiviere meinen Account und surfe über Facebook/studivz. Jetzt gefällt mir diese Seite plötzlich. Ich treffe neue und alte Bekannte. Ich maile, trete in Gruppen ein, tausche Telefon- und Handynummern aus. Schreibe intime Details über mich.

Dass ich zur Anmeldung eine anonyme Adresse benutzt habe, habe ich schon längst vergessen. Ich kriege es eigentlich auch nicht mit, weil sämtliche Benachrichtigungsmails nicht bei mir ankommen.

Nun kommt eine andere Person und will die gleiche E-Mail Adresse wie ich benutzen. Ein Passwort für das Abrufen der E-Mails braucht er nicht. Entweder sieht er in dem Account, dass dort noch eine studivz-Anmeldung rumliegt. Oder er geht auf studivz und will sich anmelden und sieht, dass sich schon jemand mit dieser Adresse angemeldet hat. Also fordert er einfach ein neues Passwort an – aktiviert das neue Passwort und… Und hat meinen Account geklaut. Schön dumm, würde ich das nennen.

Und wir lernen: Nicht alles wo anonym drauf steht, ist auch Gold wert!

Kleines Ratespiel: comdirect Konto gesperrt, Visa Karte eingezogen, Kosten

Hier mal ein kleines Ratespiel.

Stelle Dir folgendes Szenario vor: Du hast ein Konto bei der comdirect. Da gibt’s eine Visacard für lau dazu. Für Studenten ist das Konto kostenlos. Für andere mit einem entsprechenden Geldeingang auch. On Top gibt’s unter bestimmten Voraussetzungen noch 50 EUR geschenkt bei der Kontoeröffnung. Und der, der dich geworben hat, das Konto zu eröffnen bekommt auch nochmal Kohle.

Jetzt hast Du mal nicht aufgepasst und Dein Konto kurzzeitig überzogen. Du überweist wieder Geld auf das Konto, weil Du Deine Kreditkarte ja weiterhin benutzen willst. Es kommt ein Brief von Comdirect. Du liest die ersten 2 Zeilen und sieht, ohja, Konto überzogen. Aber es ist ja schon wieder ausgeglichen. Also alles easy, nicht wahr?
Jetzt gehst Du mit Deiner Kreditkarte einkaufen. Jetzt passiert folgendes: Der Kassierer telefoniert kurz und sagt dann: Ich muss die Karte zerschneiden und wegschicken. Soweit so schlimm.

Jetzt liest Du den Brief zu Ende in dem steht, dass das Konto gesperrt ist und man die Kreditkarte nicht mehr benutzen darf, bevor man das Konto nicht ausgeglichen hat und es wieder telefonisch entsperrt hat.

Für die Kosten der Rücksendung für den Fall, dass die Karte eingezogen werden muss, müsse der Kunde aufkommen.

OK, dumm gelaufen denkt man sich. Porto für die Rücksendung. Eine kleine Pauschale für den Kassierer, denn das hat ja sicher 10 Minuten Arbeit bereitet.

Nun die Frage: Was meint Ihr, dürfte der Spaß kosten? Tipps bitte einfach als Comment posten.

Vodafone ist geil ging in die Verlängerung

…aufgrund von fehlender Bandbreite letzten Dienstag wurde die Radioshow abgesagt und die Aktion Vodafone ist geil kurzerhand bis kommenden Dienstag verlängert.

Also mal schauen, wie das Ergebnis von Vodafone ist geil denn übermorgen aussieht.

Rapidshare: Wie man Mensch und Maschine mit CapChars aussperrt

Wie mir eben berichtet wurd, hat Rapidshare wohl neue CapTchars. Lustig daran, dass man es so langsam schafft, nicht nur Maschinen sondern auch menschen auszusperren. Anstatt wie vorher, nur noch Buchstaben zu erraten, muss man jetzt noch aus verschiedenen Buchstaben auswählen. Nämlich diese, die mit eine Katze markiert sind. Es ist mitunter schwierig, sowohl das richtige Katzensymbol zu finden und damit den Buchstaben den man dann erraten muss.

Ich bin gespannt, wann mir der Schwachsinn in den ersten Blogs beim Kommentar-Bereich auftaucht.

Und dann können wir behaupten, dass wir es geschafft haben. Weil die Maschinen besser werden als wir selber, dürfen wir eben auch nichts mehr machen – oder eben nur noch der, der richtig rät. :P

SeoIgg down (13:24)

Es ist 13:24, ich habe mir gerade ein neues Passwort angefordert und jetzt ist http://www.seoigg.de/ down.

Ich dachte ich schreibe mal darüber, stelle es bei seoigg ein und komme damit bei seoigg auf die Startseite…

Wie kommt es dazu, dass eine Webseite für kurze oder längere Zeit nicht erreichbar ist? Hier ein paar Szenarien:

  • Der Server ist abgestürzt
  • Der Server musste neu gestartet werden
  • Es ist 15:30 und die Putzfrau brauchte eine Steckdose und musste deswegen den Server “kurz mal vom Netz nehmen”
  • Der DNS-Server ist ausgefallen und löst deswegen die Adresse nicht mehr auf
  • Irgendein Router zwischen meinem Internet und dem Server läckt (hat ein Loch wodurch die Packete runterfallen)
  • Arcor wurde per einstweiliger Verfügung dazu genötigt, die entsprechende Seite nicht mehr anzubieten
  • Webserver-Update, geplanter Systemneustart etc.

Ich kann übrigens ausschließen, das Internet kaputt war, denn das Internet (google) ging noch. :P