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Ein kleiner Nachtrag und Gedanken zum DSDS-Finale

Das Deutschland sucht den Superstar-Finale, aka “Wir wollen eigentlich nur Bohlens Sprüche hören”-Show hatte letzten Samstag das große Finale. Und wie sollte es anders sein, nachdem Dieter quasi dafür gesorgt hat, dass sich die ach so großen Stimmen durchsetzen und in das Finale einziehen, war es auch ein denkbar knappes Ergebnis.

Mit 50,x prozent hat der – ähm, wie war der Name nochmal, achja genau, der Daniel Schuhmacher sich gegen Sarah Kreuz durchgesetzt. Natürlich alles nur, weil eben beide so super gut gesungen haben.

Das Ergebnis war ähnlich, wie bei der letzten Bundestagswahl. Das Ergebnis war so knapp, dass eine große Koalition zustande kam. Natürlich nur, weil sich ganz Deutschland nicht entscheiden konnte, wer denn jetzt besser ist – die SPD oder die CDU. Denn die sind beide so gut, man kann sich kaum entscheiden für den man jetzt anruft wählen geht.

Böse Zungen behaupten jetzt, der Mehrheit der Deutschen war völlig Piep-egal, wer von den beiden Superstar wird. Aber das lassen wir nicht durchgehen! Denn sicher machen beide ihren weg. So wie Thomas Godoj, Mark Medlock, Tobias Regner, Elli Erl und Alexander Klaws.

Die große Koalition in’s Abseits?

Liest man dieser Tage die Artikel der Online-Presse, so bekommt man doch ein wenig das Gefühl der Sommerloch-Stimmung. Fehlt nur der Sommer, die Sonne und die Wärme. Stattdessen weiten Teils Schnee.

Aber damit es noch genügend berichtenswertes gibt, wird hier vorgeschlagen, da dementiert, an anderer Stelle das Dementi zurückgenommen. Zugegebenermassen, das ist oft so, wenn es auf den Wahlkampf zu geht, sogar noch etwas schlimmer.

Da wurde am Montag Nacht berichtet, dass eine große Deutsche Zeitung aus Regierungskreisen erfahren hätte, dass die Abwrackprämie aufgestockt werde. Dienstag wird das ganze dann dementiert. Niiiieeeemand habe vor die Abwrackprämie aufzustocken. (Erinnert an die Mehrwertsteuererhöhung – aus 2 + 0 mach 3.) Heute lassen Steinmeier und Merkel dann verlauten, dass die Abwrackprämie doch aufgestockt werden solle. Der Spiegel schließt daraus, dass in der kalten Wahlkampfzeit keine Wähler verprellt werden sollen. Wähler, die evtl. doch ein Auto kaufen wollen, dies aber noch nicht getan haben. Also diese Wähler, die könnten dann sauer werden. In Zahlen stand bisher Geld für 600.000 Abwrackprämien bereit. Also 600.000 Wähler sind schonmal gerettet – also die müssten dann SPD – oder CDU? wählen.

Ok, da wird dann nochmal nachgelegt, verständlicherweise – vielleicht nochmal 600.000, die dann SPD oder CDU wählen, wenn sie denn vor lauter Autofahren nicht vergessen wählen zu gehen, oder hinterher doch verärgert sind, vielleicht weil sie sich das Auto auf Pump gekauft haben und nun das Geld für die restlichen X-Tausend EUR fehlt?

Ok, ein bisschen Schwund ist immer. Vielleicht fallen auch noch ein paar FDP-Wähler weg, die haben die Prämie zwar dankend angenommen, aber für ein 70.000 EUR-Auto war es dann doch ein Tropfen auf den heißen Stein.

Aber was ist eigentlich mit dem ganzen Rest. All die, die entweder keine Abwrackprämie in anspruch nehmen konnte, sei es, weil sie kein altes bzw. genügend wertloses Auto hatten, oder eben das Geld für einen Neuwagen auch abzüglich der 2500 EUR nicht aufbringen konnten?

Oder jene, die sich einfach nur darüber aufregen, wie das Geld hier sinnlos verschleudert wird. Allen vorann wohl Arbeiter von der deutschen Luxuswagenhersteller, die wahrscheinlich im großen und ganzen nicht so viel von der Prämie haben werden.

Vor gut einem dreiviertel Jahr war noch der Sparkurs angesagt, jetzt schmeißen wir das Geld das wir nicht haben, wieder aus dem Fenster, denn die Wahl kommt bald.

Und bei den Streitereien kommt die Wahl vielleicht doch noch schneller. Und dann ist nur noch die Frage, ob man die Grünen oder die FDP wählt. Wie man sich lächerlich macht und mehr Menschen verärgert, als für sich gewinnt, das zeigt sowohl die CDU als auch die SPD momentan ganz gut.

Aber vielleicht wird das Verfassungsgericht es auch wieder richten – so wie die Sache mit der Pendlerpauschale – da hatte zumindest die CSU ja einen ganz guten Riecher.

askabit relaunched

Die regionale Fragenseite askabit.de wurde komplett überarbeitet. Laut dem askabit-Blog wurde zwar auch das Design verändert, dieses sei aber noch nicht die entgültige Version. Aber welches Design ändert sich auch nicht im Laufe der Zeit. Im Mittelpunkt dagegen stand die komplette Funktionalität der Seite. So hat man nun mehr Möglichkeiten bei der Fragestellung. Die Begrenzung der maximal 300 Zeichen pro Frage wurde aufgehoben. Außerdem kann man eine Frage nun als angemeldeter Nutzer anonym stellen oder direkt unangemeldet Fragen stellen.

bei der Antwort kann man direkt Punkte auf einer Landkarte angeben. Bei Frage und Antwort können Bilder mit hochgeladen werden, um die Frage um visuelle Faktoren zu erweitern.

Im Gegensatz zu früher, werden nun alle Antworten einer Frage veröffentlicht. Sowohl der Fragesteller, als auch der Antwortende kann die Veröffentlichung der Antwort(en) aber einschränken. Dann sieht, wie zuvor, nur der Fragesteller die Antwort.

Zudem sind – wie im Web 2.0 üblich – Tags vorgesehen, die das Themengebiet der Frage durch weitere Schlagworte anzeigen.

Zu den bisherigen askaThemen haben sich weitere nützliche Kategorien gesellt.

Im mittelpunkt von askabit steht aber wie bisher auch, die regionale Frage und Antworten von Leuten, die sich dort auskennen.

50-EUR Gutscheine bei Obi?

Bei Obi soll man jetzt alle 30 Minuten einen Gutschein gewinnen können. Wird das Kennzeichen des eigenen Autos in der Obi-Filliale ausgerufen werden, dann winkt der Gutschein. Jetzt stellt sich nur die Frage, wieviele Leute jetzt quer parken, sich vor die Feuerwehreinfahrt, oder direkt in den Eingang der Obi-Filliale stellen. Ein Ausruf nebst Gutschein dürfte dann sicher sein – oder?

Konjunkturprogramm – was soll das?

Nun soll also dieses Konjunkturprogramm kommen. Eigentlich wollte ich mal berechnen, was man denn spart, wenn man so spart, wenn man sich dann bald einen Neuwagen kauft, der die entsprechenden Euro5/Euro6-Autos kauft. Allerdings wurde das hier bereits gemacht. Danach spart man dann für einen Golf VI 1.4 Trendline 94 EUR/jahr, also 188 EUR. Neupreis: 16.500 EUR. Für einen BMW 730d, 180 kW/245 PS Turbodiesel spart man immerhin 2 mal 463 EUR, also 926 EUR. Neupreis: 69.500.

Eine Ersparnis von knapp Tausend Euro könnte mich in der Tat dazu bewegen, dass ich mir einen Neuwagen im Wert von knapp 70.000 EUR kaufe. Also, wenn dieses Konjunkturprogramm nicht anschlägt, dann weiß ich auch nicht.

Aber warum geht es der Automobilindustrie eigentlich schlagartig so schlecht? Also es begann mit einer Finanzkriese begann mit den Tarifverhandlungen in der IG Metall. Dazwischen platzte die Finanzkriese. Evtl. dachte man dann, man könne das miteinander verknüpfen. Also jammert man ein wenig, wie schlecht es einem geht. Alle haben sofort Mitleid. Man fährt die Produktion runter und entlässt ein paar Zeitarbeiter. Das ist ja schnell gemacht. Doch nun berichten die Medien, wie schlecht es der Automobilindustrie aufgrund der Wirtschaftskriese Finanzkriese geht. Es wird geraten, mit dem Autokauf zu warten, denn die Preise werden aufgrund dieser Tatsache fallen. Und das ist dann entweder ein Teufelskreis, oder einfach der Versuch, Autokäufe nach hinten zu verlagern, weil die Automobilindustrie momentan Lieferengpässe hat. Denn wer zu Beginn dieser Kriese einen Neuwagen kaufen wollte, der wurde in vielen Fällen enttäuscht. Lieferzeiten von 3 Monaten bis zu einem Jahr waren da keine Seltenheit.

Das klingt alles sehr seltsam – das gebe zu.

Aber wer früh jammert, hat schnell Hilfe. Und das Konjunkturprogramm für den großen Mann wird dann noch oben drauf gelegt. Denn wer sich sowieso ein 70-Tausend Euro teures Auto kaufen wollte, der nimmt die Tausend Euro Ersparnis natürlich auch gerne mit. Wer es nicht wollte oder es sich nicht leisten kann, der kauft sich trotzdem kein Auto. Und wenn doch, dann sicher keinen Neuwagen.

Xen: Installation einer vm auf openSuSE 10.3

Nachdem wir den Xen-Host auf einem einem openSuSE 10.3 System bereits soweit eingerichtet haben, geht es darum, auch entsprechende virtuelle Maschinen aufzusetzen.

Es gibt sicher viele Wege dahin, unter anderem auch direkt mit YaST. Wir wählen jedoch die Möglichkeit per vm-install. Das entsprechende Packet muss unter SuSE also erst installiert werden (Packetmanager unter Yast).

Dann ruft man vm-install einfach auf.

Man wird dann nach dem zu installierenden Betriebssystem gefragt. Wir nehmen OpenSuSE (25) und wählen als nächstes einen Namen für die virtuelle Maschine aus. Als verfügbaren und maximalen Ram geben wir erst einmal die vorgeschlagenen 384 MB an. Diese Angabe kann später noch geändert werden. Außerdem darf unsere xen-vm nur einen Prozessor benutzen. Den grafiksupport sparen wir uns. Dann fügen wir eine virtuelle Disk / Harddisk hinzu. Der vorgschlagene Pfad (Container im Dateisystem) ist ok und 4 GB Speicherplatz sollten auch genügen. Hier sollte man sich jedoch bereits festlegen. Ich gehe nicht davon aus, dass man diese Größe einfach später noch ändern kann. Aber natürlich können noch weitere Platten/Partitionen auch später nochhinzugefügt werden. Eine Netzwerkadresse wird hinzugefügt. Eine zweite ist nicht nötig.

Und nun geht es schon an die Installation. Wir wählen eine ntzwerkinstallation über http.

Wir nehmen den Mirror:

http://ftp5.gwdg.de/pub/opensuse/distribution/10.3/repo/oss/

Weitere Angaben benötigen wir eigentlich nicht. Als letztes startet dann die normale SuSE-Installation im Textmodus. Natürlich weiß die neue vm noch nicht, welche IP-Adresse sie bekommen soll. Deswegen muss man entsprechende Daten bei der Installation noch nachtragen.

attack stürmt Frankfurtr Börse

gerade live bei n-tv, als zu dem 12 Uhr Nachrichten live zu der Frankfurtr Börse geschaltet wird, können Fragen nicht beantwortet werden. Grund: attack hat gerade die Frankfurter Börse gestürmt und demonstriert. Die n-TV Reporterin ist sehr verwirrt, kommt aber schnell zu dem Schluß, dass die Demonstranten friedlich sind. Dennoch wundert sie sich, wie die Aktivisten überhaupt bei solch guten Sicherheitskontrollen in die Frankfurter Börse gekommen sind. Der Grund für die außergewöhnliche Demonstration ist noch nicht klar. Der Sicherheitsdienst ist derweil eingeschritten.

400 Milliarden – jetzt hat der Finanzminister es auch mitgekriegt!

Von einer Finanzspritze von 400 Milliarden Euro ist jetzt die Rede. Etwas verwirrend ist, ob die aus Deutschland oder aus Europa kommen soll. Jedenfalls ist das jetzt der Grund für unseren Finanzminister uns mitzuteilen, dass der Plan, ab 2011 einen ausgeglichenen Haushalt vorzuweisen, erstmal auf Eis gelegt wurde.

Und was wurde hier vor 3 Wochen, kurz nach der Leehman-Pleite geschrieben?

Das ganze (die Lehmann-Pleite) hat sich übrigens letzten Montag zugetragen. Nur kurzte Zeit nachdem Peer Steinbrück den Haushalt der Bundesregierung verabschiedet hat. Ein Haushalt, bei dem man sich doch sehr wundert, dass dieser aufgrund der doch angeblich so guten Konjunktur und hohen Steuereinnahmen nicht ausgeglichen ist. Aber schon in ein paar Jahren will man keine neuen Schulden mehr machen. Weil, sicher wird es die nächsten Jahre noch viel besser laufen.

Also pumpen wir jetzt Geld rein. Das Geld hat der Staat zwar auch nicht, aber das wird schon irgendwo her kommen. Danach geht es den Banken und der Wirtschaft wieder gut. Und diejenigen, die hunderttausende oder gar Millionen auf den Kontos haben, müssen nicht befürchten, dass ihre Bank pleite geht. Dafür ist jetzt gesorgt. Das Geld holen wir dann schon wieder woanders rein. Vielleicht bei den gesetzlichen Krankenkassen. Da gibt es jetzt Krankenkassen mit Beitragssätzen von ca. 13%. Es gibt aber auch welche mit 17%. Also wird davon der Durchschnitt genommen, nochmal ein bisschen was draufgepackt und dann der Einheitssatz eingeführt. Kostet vielleicht ein paar Arbeitsplätze, weil es am Ende die kleinen Kassen nicht mehr geben wird, aber dafür ist der Verwaltungsaufwand dann nicht mehr so hoch und Kosten werden gespart. Und wenn das Geld der Kassen dann trotzdem nicht reicht, gibt’s Prämien, die nochmal oben drauf geschlagen werden.

Und nachdem unsere Bundesregierung das alles so gut entschieden und gemeistert hat, hoffen wir, dass bis zu den nächsten Wahlen nichts mehr dazwischen kommt. Denn dann steht wieder die Frage im Raum, woher mehr Geld nehmen. Aber bitte nicht von den Großkonzernen, die könnten dann (mit ihren Stromkraftwerken) in’s Ausland abwandern. Die Millionäre könnten (sofern die nicht auch pleite ist) in die Schweiz gehen. Also wäre die beste Lösung doch, die MwSt. auf eine gerade Zahl aufzurunden. 19% kann sich doch keiner merkeln. Eine Schnappszahl würde sich hier eigentlich anbieten.

Man-Pages eine tolle Sache: maildrop und maildroprc

Nachdem ich den tollen XEN-Server installiert habe und alle Daten umgezogen hatte, habe ich mir vorerst nicht die Mühe gemacht, maildrop einzurichten. Aus dem einzigen Grund, dass maildrop in der SuSE 10.3 Distribution nicht zu finden war. Auf dem alten Server hatte ich Postfix & Co selber kompiliert und hatte somit auch ein Maildrop. Diesmal benutze ich – weil es doch einfacher und schneller ist – den Courier-Imap aus der SuSE Distribution.

Nun geht mir der Spam in meinem Postfach, auch wenn er markiert wird, doch etwas auf die Nerven sodass postfix/maildrop den Spam doch wieder in den entsprechenden Ordner schmeißen sollen.

Nun habe ich auch nach kurzem Suchen entsprechende RPMs für SuSE 10.3 gefunden und diese installiert.

Danach habe ich einfach alles wie auf dem alten Server eingerichtet und so wie es eben überall steht.

Also einmal eine /home/USER/.mailfilter und eine /etc/maildroprc angelegt und den Inhalt entsprechend der alten Datei eingefügt.

Aber es wurde nur die .mailfilter aus dem Homeverzeichnis beachtet. Nach vielem Suchen stand dann irgendwo, dass die /etc/maildroprc zuerst gesucht wird. Wenn diese nicht vorhanden ist oder Fehler enthält, wird die .mailfilter aus dem Homeverzeichnis des Empfängers benutzt.

Da der Server wirklich nur ein Mailserver sein soll, hatte ich man nicht installiert. Es soll eben klein bleiben.

Ich dachte, die Infos findet man schon irgendwo im Netz. Bis ich mich dann doch dazu durchgerungen habe, man zu installieren. Ein man maildrop zeigte mir dann ganz schnell, dass meine maildroprc nicht unter /etc/ sondern unter /etc/mail/maildrop/ liegen muss. Mit man von Anfang an hätte mir das einiges an Zeit erspart…

CERN: Schwarzes Loch nach Amerika geschossen?

Am Finanzmarkt brodelt es. Sehr heftig sogar. Das fing schon vor einiger Zeit an. Und zwar mit günstigen Krediten für zukünftige amerikanische Eigenheimbesitzer. Damals sah wohl alles rosig aus. Günstige Kredite, niedrige Zinsen. Sparer haben sich seinerzeit über die niedrigen Zinsen gewundert und wundern sich derzeit mehr oder weniger über Tagesgeldkonto-Zinsen um die 5 EUR p.a.

Doch der Übergang von den niedrigen zu den hohen Zinsen war für die Eigenheimbesitzern aus den USA nicht so prickelnd. Viele konnten ihre Kredite wegen steigender Zinsen nicht mehr bedienen. Mussten ausziehen, es wurde zwangsversteigert. Und weil das nicht nur eine Handvoll Häuser waren, sanken die Immobilienpreise auch noch in den Keller. Das Angebot bestimmt nach wie vor den Markt.

Soweit so schlecht. Anfang des Jahres gab es den ersten (großen) Knall. Und schon zu jener zeit war vielen klar, dass es erst die Spitze des Eisbergs war. Letzte Woche dann gab es den nächsten Knall. Und – welch Wunder – CERN hat mit der ganzen Aktion nichts, rein garnichts zu tun.

Zwar hatten einige Bürger Angst, Cern könnte durch den Teilchenbeschleuniger schwarze Löcher entstehen lassen. Jedoch kämpft Cern zunächst mit Kühlungsproblemen am Teilchenbeschleuniger und ist somit erstmal fein raus. Schwarze Löcher wurden aber dennoch aufgetan. Die KfW Bankengruppe hat mit dem Kreidinstitut Lehman Brothers ein finanztechnisches schwarzes Loch aufgetan und pumpte laut Medienberichten rund 350 Millionen Euro hinein. Die sind jetzt weg. In der neuesten Pressemeldung wird dieser Vorgang auf der KfW-Homepage lapider als Lehman-Vorfall bezeichnet. Das ganze hat sich übrigens letzten Montag zugetragen. Nur kurzte Zeit nachdem Peer Steinbrück den Haushalt der Bundesregierung verabschiedet hat. Ein Haushalt, bei dem man sich doch sehr wundert, dass dieser aufgrund der doch angeblich so guten Konjunktur und hohen Steuereinnahmen nicht ausgeglichen ist. Aber schon in ein paar Jahren will man keine neuen Schulden mehr machen. Weil, sicher wird es die nächsten Jahre noch viel besser laufen. Den Banken wird es wieder gut gehen, die Energiekosten werden weiter steigen und damit auch die Steuereinnahmen und durch die kalte Progression werden die Einnahmen weiter in die Höhe schnellen.

Kalte Progression in einfachen Worten: Alles wird teurer und wir bekommen mehr Gehalt. Die Grenzen in denen der Steuersatz höher wird bleibt aber gleich. Wir haben in unseren Haushalten also mehr Umsatz, am Ende aber weniger zu Essen. :-)

Achja, die USA hat bei der letzten Finanzmarktkriese dem letzten Auftauchen des Eisbergs der laufenden Finanzmarktkrise sofort reagiert. Es werden nun run 700 Milliarden Dollar irgendwohin gepumpt. Damit sich die angeschlagenen Banken erholen können. Wo genau das geld hingehen soll bekommen wir gar nicht so mit. Aber 700 Milliarden? Rechnen wir mal damit, dass ein Haus in den USA 100.000 Dollar kosten könnte. Dann könnten wir davon 7.000.000, also 7 Millionen Häuser kaufen. Oder retten. Wären vor einem Jahr 7 Millionen Eigenheime gerettet worden, hätten heute wohl mindestens 14 Millionen Leute keine Sorgen und ein Eigenheim und die Finanzkrise wäre gar keine Krise.

Das wäre aber dann auch nicht so aufregend wie die Situation jetzt. Und natürlch sollte man sich bei all den Krisen vor Augen halten, dass niemand Geld verbrannt hat. Das Geld ist nicht einfach weg. Das hat jetzt nur jemand anderes. Es ist wie bei der Telekom-Aktie damals. Nicht jeder Aktionär hat damals Geld verloren. Wer zu Beginn eingestiegen ist und im Höhepunkt ausgestiegen ist, der hat sein geld verdrei- oder vervierfacht. Wer bei 100 EURO Aktienwert eingestiegen ist und beim Fall auf 60 EUR dachte, das wird schon wieder, der hatte natürlich das Nachsehen. Aber auch dieses Geld ist nicht weg, das hat jetzt nur jemand anderes.

Und wo wir gerade bei Aktien sind: Wer Gewinne durch Aktien einfahren will, der sollte mindestens ein paar Punkte beachten:

1. Auch wenn man denkt eine Aktie kann nicht tiefer sinken, dem sei gesagt, dass sie das immer kann. Beispiele gibt es genügend.

2. Man sollte sich genau überlegen, ob man die Aktie verkauft, die gerade gute Gewinne eingefahren hat oder die, die gerade gefallen ist. Denn, siehe Punkt 1.

3. Wer Lust auf Glückspiel hat und ausreichend Geld zur Verfügung hat, der sollte jetzt investieren. Spannender als jetzt kann es nicht werden. Es lockt das schnelle Geld! Es werden wieder viele Aktionäre mit satten Gewinnen nach Hause gehen. Aber vorsicht, die gehen alle mit dem Geld von anderen Aktionären nach Hause. Ähnlich wie beim Pokern, das Geld ist nicht weg, das hat danach nur jemand anderes.