400 Milliarden – jetzt hat der Finanzminister es auch mitgekriegt!

Von einer Finanzspritze von 400 Milliarden Euro ist jetzt die Rede. Etwas verwirrend ist, ob die aus Deutschland oder aus Europa kommen soll. Jedenfalls ist das jetzt der Grund für unseren Finanzminister uns mitzuteilen, dass der Plan, ab 2011 einen ausgeglichenen Haushalt vorzuweisen, erstmal auf Eis gelegt wurde.

Und was wurde hier vor 3 Wochen, kurz nach der Leehman-Pleite geschrieben?

Das ganze (die Lehmann-Pleite) hat sich übrigens letzten Montag zugetragen. Nur kurzte Zeit nachdem Peer Steinbrück den Haushalt der Bundesregierung verabschiedet hat. Ein Haushalt, bei dem man sich doch sehr wundert, dass dieser aufgrund der doch angeblich so guten Konjunktur und hohen Steuereinnahmen nicht ausgeglichen ist. Aber schon in ein paar Jahren will man keine neuen Schulden mehr machen. Weil, sicher wird es die nächsten Jahre noch viel besser laufen.

Also pumpen wir jetzt Geld rein. Das Geld hat der Staat zwar auch nicht, aber das wird schon irgendwo her kommen. Danach geht es den Banken und der Wirtschaft wieder gut. Und diejenigen, die hunderttausende oder gar Millionen auf den Kontos haben, müssen nicht befürchten, dass ihre Bank pleite geht. Dafür ist jetzt gesorgt. Das Geld holen wir dann schon wieder woanders rein. Vielleicht bei den gesetzlichen Krankenkassen. Da gibt es jetzt Krankenkassen mit Beitragssätzen von ca. 13%. Es gibt aber auch welche mit 17%. Also wird davon der Durchschnitt genommen, nochmal ein bisschen was draufgepackt und dann der Einheitssatz eingeführt. Kostet vielleicht ein paar Arbeitsplätze, weil es am Ende die kleinen Kassen nicht mehr geben wird, aber dafür ist der Verwaltungsaufwand dann nicht mehr so hoch und Kosten werden gespart. Und wenn das Geld der Kassen dann trotzdem nicht reicht, gibt’s Prämien, die nochmal oben drauf geschlagen werden.

Und nachdem unsere Bundesregierung das alles so gut entschieden und gemeistert hat, hoffen wir, dass bis zu den nächsten Wahlen nichts mehr dazwischen kommt. Denn dann steht wieder die Frage im Raum, woher mehr Geld nehmen. Aber bitte nicht von den Großkonzernen, die könnten dann (mit ihren Stromkraftwerken) in’s Ausland abwandern. Die Millionäre könnten (sofern die nicht auch pleite ist) in die Schweiz gehen. Also wäre die beste Lösung doch, die MwSt. auf eine gerade Zahl aufzurunden. 19% kann sich doch keiner merkeln. Eine Schnappszahl würde sich hier eigentlich anbieten.

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