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—–call tätigt Werbeanrufe

Gerade bekam ich einen Anruf von —–call. Erst wurde ich ausgefragt, ob ich diese oder jene Telefonvorwahl benutzen würde und ob mir das Call-by-call-Verfahren bekannt sei.

Dann ging es los, mit einem super Angebot.

Das habe ich mir nicht lange angehört und direkt gekontert. Nochmal den Namen des Anrufers sowie der Firma geben lassen und gefragt, woher sie meine Adresse haben.

Dass einfach das Telefonbuch durchtelefoniert wird, verneinte der Anrufer, vielmehr bestätigte er, dass die Adressdatensätze eingekauft worden sind. Woher genau, das entziehe sich jetzt seiner Kenntnis.

Nachdem ich ihm gesagt habe, dass solche Anrufe verboten seien, lachte er nur und meinte, seine Geschäftsleitung wisse schon genau, dass dies nicht verboten sei. Die Rufnummer seiner Geschäftsleitung gab er nicht heraus.

Dass dies auch Wettbewerbsrechtlich verboten sei, wolle er auch nicht zugeben. Er fügte lapidar hinzu, das würde ja alle Telekommunikationsfirmen so machen. Wenn Arcor, die Telekom und so weiter solche Anrufe nicht tätigen würden, wären diese ja pleite und hätten ja keine Kunden. Meiner Anmerkung, dass ich auf anderem Wege Telekom-Kunde geworden bin, wollte er nicht glauben, schließlich wurde er ja auch schon mehrmals von der Telekom angerufen.

Achja, er bot mit dann noch an, ich könne ihm jetzt seine Anschrift, meinen Namen und meine Telefonnummer (komisch, das hatten die doch schon) geben, ich werde dann zurück gerufen und mir wird mitgeteilt, wo die Adresse eingekauft wurde, damit ich diesem Unternehmen meine Zustimmung für die Weitergabe meiner Adresse entziehen könnte.

Aber so läuft das nicht. Ich habe keinen schönen Tag gewünscht, bestätigt, dass wir “das anders regeln werden” zweimal “Tschüss” gesagt und nur noch ein “Aber nein, das können Sie…” vernommen und das Gespräch umgehend beendet.

Dann ein kurzer Blick auf deren Homepage, das Berliner Unternehmen gibt es wirklich. Sehr schön.

Dann noch eine kurze (ein-sekündige) Google-Recherche mit diesem und vor allem diesem sehr interessanten Ergebnis gefunden.

Dort heißt es unter anderem: “Unerlaubte Werbeanrufe:

Verbraucherzentrale erwirkt Unterlassungserklärungen von [...]” und weiter im Text: “Die Firmen [...] gaben nach anfänglicher Ablehnung die von der Verbraucherzentrale geforderten Unterlassungserklärungen ab. [...] Beide Firmen verpflichten sich durch die Unterlassungserklärungen, Privatpersonen ohne deren vorherige Einwilligung nicht mehr zu Werbezwecken anzurufen. Bei Verstößen gegen diese Erklärungen drohen hohe Vertragsstrafen. [...] Die Verbraucherzentrale Berlin bittet alle Verbraucher, ihr Werbeanrufe von oder im Auftrag der Firma [...] nach dem 10. April [...] mitzuteilen.

Und dreimal dürft ihr raten, was ich jetzt tue.

Ah, eine Sache aus meinem Gesprächsprotokoll habe ich noch vergessen. Der “freundliche Herr” meinte, es wäre garkein Werbeanruf, denn er wolle mir ja etwas schenken und nichts verkaufen ;P