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Red Hot Chili Peppers am 01.07.2007 in Hamburg – NajaaaNein

So, da habe ich mich doch sehr drauf gefreut. Die Red Hot Chili Peppers live in Hamburg zu sehen.

Dass es in der AOL-Arena etwas anderes wird als in der Wuhlheide Berlin, ein Jahr zuvor, und dass die Kartenpreise mit 67 EUR für den Innenraum schon an die 84 EUR für das U2-Konzert im Berliner Olympiastadion ran kamen, war klar. Die Erwartungen die darauf resultierten auch.

Dass das Hamburger Publikum sicher nicht soo toll ist, wie das Berliner – ähm, nein, das lassen wir nicht gelten. Die Hamburger waren doch auch ganz gut. Aber das Konzert eben nicht so wirklich.

17 Uhr Einlass, Beginn 19 Uhr. Da versucht man pünktlich zu sein und kommt schon vor 19 Uhr im Stadion an. Schließlich lernt man aus Erfahrungen, wie dem Metallica-Konzert letztes Jahr in der Berliner Waldbühne, bei dem man dachte “Ach, vor 9 Uhr fangen die sowieso nicht an” und beim Eintreffen um 20 Uhr ist schon alles in vollem Gange. Aaaaaah

Nunja, wer dann rechtzeitig vor Ort war, wurde nicht gerade dafür belohnt.

Soweto Gospel Choir und Dinosaur Jr als Vorgruppe. Bei ersterem, das keinesfalls mein Geschmack war, habe ich versucht keine Ohrenschmerzen zu bekommen. Solte die Musikrichtung der Vorgruppen nicht evtl. auch an den Geschmack des Publikums angepasst werden? Vielleicht war es die Akustik, die mir da einfach nicht zugesagt hatte. Oder es war für diese Art von Musik einfach zu laut.

Nagut, die zweite Vorband war schon bemüht Stimmung zu machen. Schafften sie aber nicht. Irgendwie ist es auch immer das gleiche. Man freut sich auf die Hauptband und ist nicht gerade begeistert davon, sich bei Musik die einem nicht gefällt stundenlang die Beine in den Bauch zu stehen.

Becher, wie bei der (Frauen)-Vorband bei ACDC in der Columbiahalle flogen zwar nicht auf die Bühne, aber man merkt dann doch, wenn die Leute in der Hoffnung Beifall klatschen, dass das jetzt das letzte Lied war und die nächste halbe Stunde für den nächsten Bühnenumbau schnell vorübergeht. So verabschiedete sich die zweite Vorband dann auch mit den Worten “Thank you Munich” und man fragte sich kurzzeitig, ob man auf der falschen Veranstaltung ist. Naja, kann ja mal passieren, hauptsache wir sind noch in Europa Deutschland.

Gegen 21 Uhr ging es dann auch schon endlich los. Die Peppers kamen auf die Bühne. Und eigentlich war gleich zu sehen “Die haben heute so garkeinen Bock hierauf”.

Michael „Flea“ Balzary wiedermal oben ohne. Aufgrund des schlechten Wetters abr mit langer roten Hose.

Anthony Kiedis mit wohl neuem Haarschnitt :-)

Die Videoleimwand wurde erst nach ein paar Minuten eingeschaltet. Warum machen die das? War bei U2 in Berlin genau das gleiche… Sollten die Leute auf den teuren Sitzplätzen nicht sehen, wie motiviert sie gucken? Oder wird es einfach vergessen?

Also, es ging los und wir hofften das beste, und dann rockte es doch ein bisschen, die Menge ging ab, tanzte und hüpfte.

Es wurde immerhin mehr Stadium Arcadium gespielt, als in Berlin letztes Jahr und auch einige ältere Songs fehlten nicht. Auffällig war, dass die Peppers sich dauernd wieder in der Mitte der Bühne beim Schlagzeug trafen. Mussten sie sich dort gegenseitig motivieren? Ausdiskutieren, was sie jetzt spielen? Sehr seltsam.

Eine Dreiviertelstunde später verschwanden die Jungs dann von der Bühne. Sollten jetzt etwa schon Zugaben gefordert werden? Nein, unmöglich, jetzt doch noch nicht. Und das tat auch niemand. Beschwichtigende höre ich mich sagen “Die kommen wieder”.
Kurz sah es so aus, als wird jetzt schon zusammengepackt, aber scheinbar musste doch nur die Gitarre nachgestimmt werden. Es folgte ein längeres Schlagzeugsolo, das ohne Anknüpfung eines Songs ausklang. Es war gut, es war schön, aber…naja. Gegen 21 Uhr ging es dann nochmal für 20 Minuten weiter. Jetzt mit Lichttechnik, weiteren 4 Videoleimwänden bzw. Lichtwänden. Es schien nochmal richtig nett zu werden. Es sah schön aus. Nicht der Hammer, aber es war ok.

Nach jenen 20 Minuten verabschiedete sich Anthony Kiedi. Und wieder hörte ich mich sagen: “Nein, nein, der geht noch nicht. Der kommt wieder. Vielleicht ruht er sich nur aus – die haben ja noch garnicht alles gespielt.”

Nun Jamte der Rest der Band bis kurz nach Virtel vor elf. Und immernoch ging ich davon aus, dass da noch ein Lied kommt. Dann die schnelle Verabschiedung der restlichen Band. Anthony Kiedis kam nicht wieder. Dass letzte Single-Auskopplungen wie “Tell me Baby” gespielt werden hatte man erwartet, doch man wurde enttäuscht. Direkt nach dem Abtreten der Band ging die normale Bühnen-Musik an, also keine Chance auf eine Zugabe.

Stattdessen viele enttäuschte Gesichter, vor allem in Hinsicht auf diese Kartenpreise war das nicht ok.