Ein bisschen sparen…

Jetzt haben wir also doch schon eine Antwort auf die Frage Bundesregierung – Was nun? Und dann wurde das am Wochenende beschlossene Paket auch gleich als Einmaliger Kraftakt betitelt. Will das nun heißen, dass das 2-tägige Zusammentreffen der Regierungspolitiker schon so anstrengend war, dass es nicht wiederholt wird?

Hat es sich damit etwa schon ausgespart? Da sind jetzt ein paar Einschnitte im sozialen Bereich geplant. Darüber kann man sicher streiten. Manche meinen, dass es einigen, die keiner Arbeit nachgehen, immernoch zu gut geht, anderen geht es sicher zu schlecht und die können nichts dafür. Trotzdem machen die sozialen Einschnitte, wie aber wohl auch die Ausgaben für diesen Bereich, den größten Teil aus.

Einsparungen bei der Bundeswehr, beim Bund und den Beamten sind sicher nicht verkehrt. Auch wenn man bei letzteren aber nicht einfach nur stellen abbauen sollte, sondern genau darauf achten sollte, wen man aussortiert.

Den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses auf Eis zu legen ist sicherlich vernünftig. Immerhin kann man dich die Stelle, an der es stand und stehen wird, auch ansehen – das reicht. Und wer in Berlin etwas besichtigen will, der kann auch direkt in den Dom gehen, oder ein paar Meter weiter den Fernsehturm und das Rote Rathaus ansehen.

Dass die Bahn nun eine 500-Millionen-Euro Dividende jährlich zahlen soll, ist so eine Sache. Zwar macht die Bahn Gewinne, versucht aber selber, Schulden abzubauen. Hier werden die Schulden also höchstens etwas umgeschichtet. Am Ende also mehr eine Milchmädchenrechnung, was aber darauf hindeutet, dass die Bahnprivatisierung momentan auch wieder etwas in die Ferne gerückt ist.

Ähnlich weit in die Ferne rückt die Finanzmarktsteuer. Da hier noch auch internationale bzw. mindestens Europäische Mitstreiter gewartet wird, haben die Banken und Spekulanten erst einmal nichts zu befürchten.

Dazu kommt noch die Brennelemt-Steuer. Hört sich im ersten Moment super an. Die greift aber wohl erst, wenn Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke durch sind. Das will dem gutgläubigen Bürger natürlich erstmal vermitteln, dass das eine super Steuer ist. Sie ist dann aber eher an die Laufzeitverlängerung verknüpft. Gibt’s das eine nicht, wird es auch das andere nicht geben. Für die Zwischen- und Endlager und die Atommülltransporte zahlen wir aber trotzdem – alle miteinander.

Am Ende bleiben zig Subventionen, an denen nichts gedreht wurde, allen voran die Mövenpick-Steuer und die erneute Erkenntnis, dass wir alle über unsere Verhältnisse gelebt haben.

Aber wann lebt man eigentlich über seine Verhältnisse? Lebt ein Hartz4-Empfänger bereits über seine Verhältnisse, wenn er das ausgibt, was er monatlich bekommt? Oder lebt er über seine Verhältnisse, wenn er mehr ausgibt, als er monatlich bekommt?

Lebt ein Arbeitnehmer über seine Verhältnisse, wenn er ausgibt, was er monatlich verdient? Oder wenn er einen Kredit aufnimmt?

Lebt ein Politiker über seine Verhältnisse, wenn er von einem überschuldeten Staat bezahlt wird – wenn er Geld bekommt, das garnicht da ist, das erst geliehen werden muss?

Lebt ein Millionär über seine Verhältnisse, wenn er von seinem erwirtschafteten Geld gut lebt?

Oder lebt eine Bank über ihre Verhältnisse, wenn sie mit Geld und Wertpapieren spekuliert, das augenscheinlich nicht existiert und sich damit so weit an den Abgrund begibt, dass nur noch staatliche Rettungspakete helfen? Diese Frage stellt sich ungeachtet des Sparpakets.

Sicher ist aber, dass noch viel Spielraum für weitere solcher einmaliger Kraftakte übrig bleibt. Wir können alle gespannt sein, wieviele einmalige Kraftakte nun noch folgen werden.

Indes kritisieren übrigens die Oppositionsparteien, teilweise sogar Politiker aus den eigenen Reihen das Sparpaket. Da wird dann wieder die Besteuerung von Vermögen jenseits der Million und Anhebung des Spitzensteuersatzes gesprochen. Auch die Idee, dass bei den Erbschaften etwas mehr eingesammelt werden könnte, kommt auf den Tisch. Das hört sich für die kleinen Leute natürlich wieder toll an und ist extrem populär, besonders Sätze wie breite Schultern müssten mehr tragen, sind sehr beliebt. Wieviel das am Ende bringen würde, ist fraglich. Außerdem werden Steuern prozentual erhoben. Hätten wir beispielsweise einen einheitlichen Steuersatz von 25%, dann würde ein Spitzenverdiener überigens schon von der Definition her mehr schultern, als ein Normalverdiener. Haben wir aber nicht, und so schultert ein Spitzenverdiener doch jetzt schon – auch prozentual – viel mehr, als ein Normalverdiener.

Wenn wir beispielsweise 100 Personen haben, die 7.500 EUR jährlich verdienen, bringt das dem Staat übrigens garnichts. Wenn wir eine Person haben, die 750.000 jährlich verdient, kommt da schon ordentlich was in die Staatskasse.

Früher gab es mal den zehntel Teil. Hat man 10 Äpfel gesammelt, musste man einen abgeben. Hat man 100 Äpfel gesammelt, musste man 10 Äpfel abgeben. Aber warum sollte man auf einmal 100 Äpfel abgeben, wenn man fleißig war, und 500 Äpfel gesammelt hat?

Ähnlich fraglich ist dann die Besteuerung von Vermögen jenseits der Millionen.

Warum sollte jemand, der nun 1000 Äpfel gesammelt hat, und sich diese einteilt oder einlagert, plötzlich jährlich von seinen Äpfeln abgeben müssen? Er hat doch schon jeden 10. Apfel abgegeben, nachdem er sie gesammelt hat.

Wenn man auf Stimmenfang geht, hört sich diese Forderung aber in der Tat toll an.

Ähnlich toll könnte sich eine Forderung nach einer Villenabgabe anhören. Wer ein zu großes Haus hat, könnte zur Kasse gebeten werden. Oder eine Urlaubsabgabe für Vielurlauber. Wer mehr als einmal im Jahr in den Urlaub fährt, muss nochmal eine Extrasteuer berappen. Diese Forderung könnte dann aber sogar an den Linken scheitern.

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Die Bundesregierung – Was nun?

Es war selbst für mich gerade interessant, den Beitrag von vor der Bundestagswahl

Wen eigentlich wählen – wer senkt die Steuern?

zu lesen. Nun, nach der Wahl – genauer gesagt über 8 Monate später – kann man hierzu auch nur wenig sagen.

Das eine wurde nicht gemacht, das andere auch nicht. Die Krise ist nicht überstanden, obwohl sie eigentlich schon längst vorbei sein sollte.

Erinnern wir uns an das Gerede von vor der Wahl, so war der Plan klar. Die FDP und auch ein bisschen die CDU/CSU wolten den Wohlstand durch Wachstum und den Wachstum durch Steuersenkungen. Was dann recht schnell durchgesetzt wurde, war die Herabsetzung des Mehrwertsteuersatzes von 19 auf 7 Prozent für Hotels.

Was uns erzählt wurde, klang ja auch sehr einleuchtend. Hotels würden dadurch günstiger werden. Das ist vor allem für jene Bürger wichtig, die dann einmal im Jahr Urlaub in einem deutschen Hotel machen wollen. Oder für Touristen aus anderen Ländern die entsprechend sparen. Sicherlich kommen dadurch auch viel mehr Touristen nach Deutschland.

Selbst für Unternehmen, ist die Herabsetzung natürlich völlig uninteressant, denn dort wird die Umsatzsteuer – sofern abzugsberechtigt – sowieso außen vor gelassen.

Und bei der ganzen Rechnerei würde nun natürlich der Hotelier in die Röhre schauen, der seine Preise entsprechend der Mehrwertsteuersenkung herabsetzt. Als logische Konsequenz bleiben die Preise gleich und das mehr eingenommene Geld bleibt einfach in den Taschen der Hoteliers. Für das Hotel unten an der Ecke wahrscheinlich jetzt auch nicht so der große Wurf. Für die große Hotelkette aber ein paar lukrative Scheine, die nun mehr in der Kasse sind, ohne mehr zu tun. Von einer Parteispende hier und da mal ganz abgesehen.

Was war sonst noch? Die Krise verschärfte sich. Nachdem die Banken gerettet wurden und vieles so weiter lief wie bisher, mussten nun die Banken äh.. die Staaten, die jahrelang über ihre Verhältnisse gelebt haben äh…der Euro äh…die Banken gerettet werden. Oder zumindest musste das Geld gerettet werden, das die Banken verloren hätten, wenn die verschuldeten Staaten hätten ihren Bankrott erklären müssen. Und eine Spekulation ohne Risiken ist für Banken wir für Banken und Versicherungen ja auch eine Win-Win-Situation. Nach dem Motto “Wir verleihen unser Geld an Griechenland für einen extrem hohen Zinssatz, denn wenn niemand da wäre, der dafür birgt, wäre das Risiko dieses Geld nie wieder zu sehen extrem hoch”.

Da das jetzt alles für viele, besonders für Politiker nicht hervorzusehen war, wurde erst ein Millarden-Schutzschirm für Griechenland geschnürt. Nachdem die FDP auf Nachfrage explizit bestätigt hat, dass es bei jenen rund 22,4 Milliarden bleibt, wurde noch am selben Abend begonnen, ein Rettungsschirm für den Euro zu schnüren – läppische 148 Milliarden Euro -oder wurden doch nur 123 Milliarden zugesagt? 25 Milliarden mehr oder weniger – wir wollen ja jetzt nicht anfangen, jeden Cent auf die Goldwaage zu legen.

Die Milliarden für Hotels, für die Banken, für Griechenland und für den Euro wurden also schonmal rausgehauen.

Die Milliarden für die Automobilindustrie sind ja schon weg (und das wird noch Folgen haben!).

Derweil überlegt man natürlich, wo das rausgehauene Geld wieder rein kommt. Die Transaktionssteuer wurde zuerst abgelehnt, dann doch befürwortet – liegt jetzt aber erstmal auf Eis, denn da müssten ja angeblich alle mitmachen. Das wird sowieso nichts, denn nie machen alle mit, wird also erstmal beiseite gelegt, werden in zwei Jahren sicher wieder alle vergessen haben. Außerdem würde solch eine Transaktionssteuer von 0,01 Prozent ja auch die Bürger hart treffen. Will heißen, wer 100 Euro überweist, muss davon einen Cent Steuern zahlen. Eine Familie, die Hartz4 bekommt, kann das dann mit einer zweistelligen Cent-Zahl im Monat treffen.

Der Rentner, der mal eben seine 100.000 EURO Alterssicherung verschiebt, drückt 10 Euro ab. Und am härtesten trifft es hier natürlich jene, die nur mal eben eine Million auf ein anderes Konto schieben wollen. Die sind mit 100 Euro dabei! Unerhört!!! Von den Banken und Spekulanten ganz zu schweigen.

Unterdessen ist wieder klar, da die Steuer nichts wird, weil ja nicht alle mitmachen und die Bürger für dumm verkauft werden, muss entweder gespart werden oder es muss mehr eingenommen werden. Zum Beispiel durch Steuererhöhungen. Nachdem die FDP ihren Traum von Steuersenkungen (abgesehen von der wichtigen Steuersenkung von Hotels) nicht mehr verfolgt (Wahllüge Nummer 1) will sie zumindest keine Steuererhöhungen (…. Nummer 2?).

Indes meldet sich Roland Koch, noch Ministerpräsident von Hesen und kündigt Einsparungen bei der Bildung und den Sozialausgaben an, um sich kurz danach von der politischen Bühne zu verabschieden.

Nachdem das durch ist und Lena den Eurovision-Songcontest für Deutschland gewonnen hat, meldet sich 2 tage später der Bundespräsident Horst Köhler und gibt seinen Ausstieg bekannt.

Jener, der sich mit Finanzen sicherlich gut auskennt und sicher auch klare Worte zur Bundesregierung richten könnte, gibt sein Amt auf, weil er sich angeblich durch die Afghanistan-Äußerungen und deren Kritik gekränkt fühlt.

Kann man glauben, muss man aber nicht. Manche Bürger bekommen sicherlich den Eindruck, dass Horst Köhler sein Amt aufgibt, weil er – würde er das leisten, was er leisten wollte – der Bundesregierung in diesen Tagen permanent in die Suppe spucken müsste. Er müsste die Untätigkeit kritisieren, und daran appellieren, dass etwas getan werden müsste. Jedoch wurde er von der Bundesregierung gewählt, genauer von Schwarz-Gelb.

Neben der neuen Debatte, die unsere Nachrichtenmagazine, ob online, offline oder im TV jetzt noch eine Zeit beherschen werden, ist weiterhin klar, dass gespart werden muss – oder eben Steuern erhöht werden müssen.

Schäuble, der Finanzminister äußert sich dazu, und sagt, dass die Bürger wollen, dass Staatsschulden abgebaut werden. Sicherlich nicht falsch. Aber wollten die Bürger auch, dass Staatsschulden in dem Maß aufgebaut wurden?

Wie auch immer ist klar, dass viel eingespart werden kann und muss. Nun muss aber mal einer kommen und sagen, wo denn genau gespart wird. Der Großteil der Bürger hat sicher nichts dagegen, wenn viele Subventionen wegfallen. Fangen wir doch bei den Milchbauern an. Natürlich trifft das wieder die Bürger, aber was spricht dagegen, für Milch soviel zu zahlen, wie Milch eben kostet?

Oder stoppen wir doch mal jene Hilfen (z.B. Kurzabeitergeld) für Firmen, die in den Vorjahren noch Millionen und Milliarden Gewinne gemacht haben, und deren Geld nun angeblich so knapp sitzt (wo ist es denn hin?).

Es gibt sicher etliche Möglichkeiten, einzusparen. Sicherlich wird es uns irgendwo immer treffen, aber auch das wird sich dann einpendeln.

Hier noch zwei Links zum Thema subventionen:

Wer kriegt eigentlich wieviel Agrarsubventionen:

http://www.agrar-fischerei-zahlungen.de/Suche

Einundzwanzigster Subventionsbericht (PDF)

http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_37496/DE/BMF__Startseite/Service/Broschueren__Bestellservice/Finanz__und__Wirtschaftspolitik/40200__21__Subventionsbericht,templateId=raw,property=publicationFile.pdf

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Wen eigentlich wählen – wer senkt die Steuern?

Die Frage, wer kommenden Sonntag gewählt werden soll, stellen sich recht viele Leute. Zumindest viele von denen, die überhaupt noch zur Wahl gehen. Dem anderen Teil ist klar, dass sie durch eine Wahl nicht wirklich viel bewegen können.

Denn inzwischen stehen die Parteien – zumindest vor der Wahl – doch recht dicht beieinander. Eigentlich wollen doch alle, dass es den Leuten besser geht. Mehr Geld in der Tasche, vorallem für Geringverdiener. Die Bildung anpacken, die Umwelt schonen. Maßlose Manager erziehen und zwingen, weniger Gehalt und/oder Bonis einzustecken, vorallem für miese Arbeit.

Aber alle sind sich einig, dass selbst die Linkspartei – würde sie an die Macht kommen – nicht das halten kann, was sie verspricht. Denn egal wer die nächste Regierung stellt, sparen ist angesagt. Da wird es keine Geschenke geben, da wird hier und da, vielleicht bei der Mehrwertsteuer, ansonsten irgendwo anders, noch etwas draufgelegt.

In so, scheinbar schwierigen Zeiten, in denen die Schuldenuhr nur so nach oben rennt, staatliche Banken melden, sie hätten mal wieder ein paar Millionen in die USA verschenkt und die Agentur die für die Arbeitsvermittlung zuständig ist, mehr Geld fordert, da das eingeplante nicht ausreiche, können die Bürger nicht wirklich auf Steuer- oder andere geschenke hoffen. Vielmehr wird in nächster Zeit erstmal das letzte große Geschenk abbezahlt. Denn die Abwrackprämie war nicht billig. Zwar haben jetzt die, denen es nicht so schlecht ging, dass sie kein Auto kaufen konnten, ein neues Auto, alle anderen aber die Kosten.

Wo noch vor etwas über einem Jahr das Sparen angesagt war und behauptet wurde, Deutschland könne Schulden abbauen, da wurde wenige Wochen später das Geld nur so rausgehauen. Und das Geld muss natürlich wieder reinkommen. Vermutlich wird es aber kaum über eine höhere Körperschaftssteuer oder Vermögenssteuer wieder reinkommen. Also muss die zukünftige Regierung doch an die Masse. Steuern, die alle zahlen.

Und da die angesprochene Agentur, die sich um die Arbeit kümmert, nicht effektiver Arbeiten wird, muss auch hier das Geld wieder reinkommen. Entweder durch Beitragssatzerhöhungen oder durch Steuern, die alle zahlen. Hauptsache es werden genügend Massnahmen angeboten, die den Bürger glauben lassen, die Arbeitslosenzahlen wurden gesenkt.

Alles in allem bleibt dann am Ende noch die Wahl der Kernfrage. Hier beziehen die Parteien klare Stellung. CDU und FDP wollen den Ausstieg, aber erst später, Stichwort Brückentechnologie. SPD, Grüne und Linke wollen den Ausstieg so schnell wie möglich.

Was all die anderen Fragen angeht, so wählen wir wohl die Katze im Sack. Genauso wie vor 4 Jahren niemand die 3-prozentige Mehrwertsteuererhöhung gewählt hat und zuvor niemand die Ökosteuer gewollt war.

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Die Deutsche Bahn und ihre Kunden

Ich war mal wieder im Arbeitsamt bei der Deutschen Bahn. Soweit nichts besonderes – ich fahre ja doch hin und wieder Zug. Ich habe ein RE-Ticket gelöst, aber durch die langsame S-Bahn (ok, es war schon knapp, aber rein rechnerisch hätte es pasen müssen) ist mir der RegionalExpress vor der Nase weggefahren.

Als ab zum Automaten um zu gucken wie meine Möglichkeiten jetzt sind. Nächster Zug war ein IC, da reicht mein RE-Ticket natürlich nicht.

Also begebe ich mich mal wieder in das Bahn-Service Center am Hamburger Hauptbahnhof. Als erfahrener Servicecenter rein – und schnell wieder rausgeher sondiere ich die Lage. Und dann das Wunder – ein Platz am Schalter wird sofort frei. Kein Nachfolgender, der bereits lange wartet. Also steuere ich direkt auf den freien Schalter zu um dann harsch mit den Worten “Möchten Sie keine Wartemarke ziehen?” zurückgewiesen zu werden. Äh, was? Wartemarke? Arbeitsamt? Bahnticket? Und die Frage die sich mir stellt und die ich nicht unausgesprochen lassen kann: “Was soll denn das jetzt? Sind wir hier im Areitsamt? Was haben Sie sich denn jetzt wieder ausgedacht?”

Der erste Eindruck trügte also. Das Glücksgefühl, dass ich hatte, als ich mich dem Schalter näherte war dahin. Also ist RückZug angesagt. Und es geht geradewegs zum Wartemarken-Terminal. Ich bin überrascht – es gibt zwei Knöpfe am Terminal. Die scheinen aber beide das gleiche zu bewirken. Für den großen Ansturm wurde hier also bereits vorgesorgt, damit sich keine Schlange vorm Wartemarkenterminal bildet können zwei Leute gleichzeitig eine Marke ziehen – das nenne ich vorausschauend.

Also drücke ich den linken Knopf, warte, gucke, vergleiche und das Glücksgefühl, das bereits durch die Zurückweisung am Schalter verflogen war schlug in das Gegenteil um. Ich habe Nummer N2348. Der Blick auf den Bildschirm sagt mir, dass das eine Niete war. Da wird gerade die 2329 aufgerufen. Kurz überschlagen – 19 Leute vor mir. Kurz gerechnet – 19 Leute MAL eine Minute ergeben 19 Minuten. Ja, natürlich wird die durchschnittliche Verweildauer eines Kunden am Schalter über einer Minute liegen. Der ein oder andere muss sich am Schalter ja schon 4 Minuten aufregen. Und auch mein relativ klar formuliertes Anliegen wird, wie sich später noch rausstellt, einfach aufgrund der technischen Gegebenheiten schon mehr als eine Minute in Anspruch nehmen.

Ich versuche also, die Fassung zu behalten. Alles wird gut. Ich lese mir die Rückseite meiner gezogenen Wartemarke durch. Diese wird durch den auf der Vorderseite aufgedruckten Satz “Wissen Sie schon, ob …? Siehe Rückseite!” beworben. Ich kann alles be-ja-en. Ich weiß schon, wieviele Personen verreisen und auch welche BahnCards vorhanden sind. Ich weiß auch, wie flexibel ich bin, denn der angepeilte Zug fährt bald. Ich weiß auch, wo ich meine Reservierung möchte. Ob ich Bar oder mit ec-Karte Zahle habe ich mir auch schon verinnerlicht. “Sie reisen in der 1. Klasse?” – Eigentlich nicht. Aber bei den zwei 1. Klasse-Schaltern ist momentan nichts los. Da kann ich mein Anliegen schnell vortragen, nach einer Wartemarke wird nicht gefragt. Ich bin freundlich und höflich – mein Gegenüber ist es auch. Ich bezahle in bar, bedanke mich und wünsche noch einen schönen Abend.

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Serverloft – ein neuer Server, root-Server, Xen soll drauf

Eigentlich bin / war ich ja sehr zufrieden mit IPX-Server. Der Support ist sehr flott, kompetent und absolut hilfsbereit. Bei dem letzten großen Serverabsturz, den ich nachts um 1:00 Uhr gemeldet hatte, war innerhalb von 20 Minuten das defekte Netzteil getauscht und der Server lief wieder.

Allerdings hatte ich nun wieder einen Vorfall, bei dem meine virtuellen Server immer wieder abgestürzt sind, obwohl am eigentlichen System keine Änderungen gemacht wurden.

Eine nächtliche Hardwareüberprüfung brachte leider kein Ergebnis. So oder so ist ein schneller Soppurt natrlich löblich, schöner wäre es aber, wenn man ihn garnicht benötigt. Alles in allem waren das nun ein paar Hardwaredefekte zuviel, ungeachtet dessen, ob die letzten Probleme nun an der Hardware lagen, oder nicht. Da ich aufgrund der Ausfälle schnell handeln musste, habe ich kurzerhand einen Server bei Serverloft bestellt habe. Eigentlich wollte ich nach den Erfahrungen mit einer Schwestergesellschaft nicht mehr dahin, habe mich dennoch dafür entschieden. Immerhin kann man über die Consolen-Tools ziemlich viel überprüfen, die Hardware checken lassen, das Betriebssystem neu installieren oder neu installieren lasen etc. Zudem sind die meisten Sachen automatisiert und Backup-Space ist ausreichend vorhanden. Zudem handelt es sich um Markenhardware, wodurch ich die Hoffnung habe, dass ich den Support nicht so oft brauche. (Ja, der beste Support ist derjenige, den man nicht braucht.)

Ich habe kurz den Vertrieb angerufen, der sagte mir, es gäbe noch genau einen Server der gewünschten Kategorie. Er konnte mir nicht versprechen, dass ich ihn bekomme und könnte ihn nun nicht reservieren, ich solle einfach bestellen und hoffen. Xen sollte auf dem Server lauffähig sein, bei Softwareinstallierungen wird jedoch kein Support geleistet – Xen ist wichtig für mich. Später mehr dazu. Aus anderen Erfahrungen mit Serverloft weiß ich, dass zwischen den Angeboten wenig Spielraum besteht. Es gibt eine feste Anzahl von GB Backupspace. Mehr dazukaufen kann man nicht. Aber wenn man das weiß, und der Backupspace ausreicht, ist das ok.

Ich habe den Server dann bestellt und nachnicht einmal 2 Stunden später hatte ich die Passwörter für den neuen Server.

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Dubiose Xing-Anfragen, Nicht anonym durch Social Networks?

Gestern wurde in der Show Nummer 121 von WotR über einen speziellen Seo berichtet. Jeder, der die Show gehört hat, weiß worum es geht. Also schaute ich mir heute nochmal seine Homepage an und um mir das Video nochmal in voller Länge “reinzuziehen”.

Etwas verblüfft war ich dann, als eben eine Kontaktanfrage von jenem “Seo/Online-Marketing-Experten” per Xing bei mir eintrudelte. In der Anfrage verwies er darauf, dass ich sein Xing-Profil und/oder seine Homepage angesehen hätte. Seine Homepage habe ich angesehen, aber auf seinem Profil war ich nie. Dennoch zeigte mir auch die erweiterte Xing-Suche einen Profilbesuch auf seiner Seite an.

Wie kann das sein? Ganz einfach. Ich war wohl durch meine unzähligen Tabs, die ich mal wieder offen hatte, auf der Xing-Homepage eingeloggt, als ich die Homepage der Person betrat. Und auf der entsprechenden Homepage wird Xing als IFrame nachgeladen. So sieht der nette Herr sofort, wer auf seiner Homepage war, sofern die Person gleichzeitig bei Xing eingeloggt war (was sicherlich nicht allzu selten vorkommt).

Rein technisch ist mir die Sache klar. Ich gehöre auch nicht zu den Leuten, die sich der “Gefahren” im Internet nicht bewusst wären und sich gleich über alles aufregen. Aber rein rechtlich gesehen, einerseits aus Datenschutz- und andererseits aus Xing-Sicht, müsste die Sache doch einmal beleuchtet werden.

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Ein kleiner Nachtrag und Gedanken zum DSDS-Finale

Das Deutschland sucht den Superstar-Finale, aka “Wir wollen eigentlich nur Bohlens Sprüche hören”-Show hatte letzten Samstag das große Finale. Und wie sollte es anders sein, nachdem Dieter quasi dafür gesorgt hat, dass sich die ach so großen Stimmen durchsetzen und in das Finale einziehen, war es auch ein denkbar knappes Ergebnis.

Mit 50,x prozent hat der – ähm, wie war der Name nochmal, achja genau, der Daniel Schuhmacher sich gegen Sarah Kreuz durchgesetzt. Natürlich alles nur, weil eben beide so super gut gesungen haben.

Das Ergebnis war ähnlich, wie bei der letzten Bundestagswahl. Das Ergebnis war so knapp, dass eine große Koalition zustande kam. Natürlich nur, weil sich ganz Deutschland nicht entscheiden konnte, wer denn jetzt besser ist – die SPD oder die CDU. Denn die sind beide so gut, man kann sich kaum entscheiden für den man jetzt anruft wählen geht.

Böse Zungen behaupten jetzt, der Mehrheit der Deutschen war völlig Piep-egal, wer von den beiden Superstar wird. Aber das lassen wir nicht durchgehen! Denn sicher machen beide ihren weg. So wie Thomas Godoj, Mark Medlock, Tobias Regner, Elli Erl und Alexander Klaws.

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Die große Koalition in’s Abseits?

Liest man dieser Tage die Artikel der Online-Presse, so bekommt man doch ein wenig das Gefühl der Sommerloch-Stimmung. Fehlt nur der Sommer, die Sonne und die Wärme. Stattdessen weiten Teils Schnee.

Aber damit es noch genügend berichtenswertes gibt, wird hier vorgeschlagen, da dementiert, an anderer Stelle das Dementi zurückgenommen. Zugegebenermassen, das ist oft so, wenn es auf den Wahlkampf zu geht, sogar noch etwas schlimmer.

Da wurde am Montag Nacht berichtet, dass eine große Deutsche Zeitung aus Regierungskreisen erfahren hätte, dass die Abwrackprämie aufgestockt werde. Dienstag wird das ganze dann dementiert. Niiiieeeemand habe vor die Abwrackprämie aufzustocken. (Erinnert an die Mehrwertsteuererhöhung – aus 2 + 0 mach 3.) Heute lassen Steinmeier und Merkel dann verlauten, dass die Abwrackprämie doch aufgestockt werden solle. Der Spiegel schließt daraus, dass in der kalten Wahlkampfzeit keine Wähler verprellt werden sollen. Wähler, die evtl. doch ein Auto kaufen wollen, dies aber noch nicht getan haben. Also diese Wähler, die könnten dann sauer werden. In Zahlen stand bisher Geld für 600.000 Abwrackprämien bereit. Also 600.000 Wähler sind schonmal gerettet – also die müssten dann SPD – oder CDU? wählen.

Ok, da wird dann nochmal nachgelegt, verständlicherweise – vielleicht nochmal 600.000, die dann SPD oder CDU wählen, wenn sie denn vor lauter Autofahren nicht vergessen wählen zu gehen, oder hinterher doch verärgert sind, vielleicht weil sie sich das Auto auf Pump gekauft haben und nun das Geld für die restlichen X-Tausend EUR fehlt?

Ok, ein bisschen Schwund ist immer. Vielleicht fallen auch noch ein paar FDP-Wähler weg, die haben die Prämie zwar dankend angenommen, aber für ein 70.000 EUR-Auto war es dann doch ein Tropfen auf den heißen Stein.

Aber was ist eigentlich mit dem ganzen Rest. All die, die entweder keine Abwrackprämie in anspruch nehmen konnte, sei es, weil sie kein altes bzw. genügend wertloses Auto hatten, oder eben das Geld für einen Neuwagen auch abzüglich der 2500 EUR nicht aufbringen konnten?

Oder jene, die sich einfach nur darüber aufregen, wie das Geld hier sinnlos verschleudert wird. Allen vorann wohl Arbeiter von der deutschen Luxuswagenhersteller, die wahrscheinlich im großen und ganzen nicht so viel von der Prämie haben werden.

Vor gut einem dreiviertel Jahr war noch der Sparkurs angesagt, jetzt schmeißen wir das Geld das wir nicht haben, wieder aus dem Fenster, denn die Wahl kommt bald.

Und bei den Streitereien kommt die Wahl vielleicht doch noch schneller. Und dann ist nur noch die Frage, ob man die Grünen oder die FDP wählt. Wie man sich lächerlich macht und mehr Menschen verärgert, als für sich gewinnt, das zeigt sowohl die CDU als auch die SPD momentan ganz gut.

Aber vielleicht wird das Verfassungsgericht es auch wieder richten – so wie die Sache mit der Pendlerpauschale – da hatte zumindest die CSU ja einen ganz guten Riecher.

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askabit relaunched

Die regionale Fragenseite askabit.de wurde komplett überarbeitet. Laut dem askabit-Blog wurde zwar auch das Design verändert, dieses sei aber noch nicht die entgültige Version. Aber welches Design ändert sich auch nicht im Laufe der Zeit. Im Mittelpunkt dagegen stand die komplette Funktionalität der Seite. So hat man nun mehr Möglichkeiten bei der Fragestellung. Die Begrenzung der maximal 300 Zeichen pro Frage wurde aufgehoben. Außerdem kann man eine Frage nun als angemeldeter Nutzer anonym stellen oder direkt unangemeldet Fragen stellen.

bei der Antwort kann man direkt Punkte auf einer Landkarte angeben. Bei Frage und Antwort können Bilder mit hochgeladen werden, um die Frage um visuelle Faktoren zu erweitern.

Im Gegensatz zu früher, werden nun alle Antworten einer Frage veröffentlicht. Sowohl der Fragesteller, als auch der Antwortende kann die Veröffentlichung der Antwort(en) aber einschränken. Dann sieht, wie zuvor, nur der Fragesteller die Antwort.

Zudem sind – wie im Web 2.0 üblich – Tags vorgesehen, die das Themengebiet der Frage durch weitere Schlagworte anzeigen.

Zu den bisherigen askaThemen haben sich weitere nützliche Kategorien gesellt.

Im mittelpunkt von askabit steht aber wie bisher auch, die regionale Frage und Antworten von Leuten, die sich dort auskennen.

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50-EUR Gutscheine bei Obi?

Bei Obi soll man jetzt alle 30 Minuten einen Gutschein gewinnen können. Wird das Kennzeichen des eigenen Autos in der Obi-Filliale ausgerufen werden, dann winkt der Gutschein. Jetzt stellt sich nur die Frage, wieviele Leute jetzt quer parken, sich vor die Feuerwehreinfahrt, oder direkt in den Eingang der Obi-Filliale stellen. Ein Ausruf nebst Gutschein dürfte dann sicher sein – oder?

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